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 Innovative Technik aus Schaumburg sorgt für Umweltschutz und saubere Mobilität

 

 

Die in Stadthagen ansässige Termocon GmbH steht kurz vor der Errichtung der ersten Thermolyseanlage im Landkreis Schaumburg. Mit dem von Termocon weiterentwickelten Thermolyseverfahren werden im ersten Schritt belastete Althölzer stofflich verwertet. Jährlich fallen bundesweit mehrere Millionen Tonnen belasteter Althölzer an (u.a. mit Teeröl, Herbiziden und Pestiziden kontaminierte Bahnschwellen, Holzfenster und Bauhölzer, etc…).

Da diese Hölzer aufgrund der überaus gesundheitsschädlichen Anhaftungen keinem konventionellen Recycling zu klassischen Holzwerkstoffen zugeführt werden können, wurden sie bislang überwiegend mit Sondergenehmigung verbrannt. Die dabei entstehenden Umweltgifte wie Dioxine und Furane wurden soweit als möglich aufwendig ausfiltriert und als Sondermüll entsorgt .

Oder das Altholz wird bis heute vom Eigentümer verbotenerweise einfach „wild“ in der Natur abgelagert, womit es einer kontrollierten Verwertung vorenthalten wird.

Damit wird jetzt schrittweise Schluss gemacht, denn schon seit Jahren sehen die Altholzverordnung und das Abfallkreislaufwirtschaftsgesetz die qualifizierten Entsorgung durch stoffliche Verwertung des Altholzes vor, um somit unter Vermeidung der Produktion und Freisetzung von Schadstoffen unter anderem Synthesegas und Kohlenstoff zu erzeugen. Thermische Verwertung (Mitverbrennung in Biomassekraftwerken) wird bisher mangels geeigneter Technologien als Ausnahme geduldet.

 

Die von der Termocon GmbH entwickelte Technologie erfüllt als einzige alle gesetzlichen Forderungen zur stofflichen Verwertung von belasteten Abfall- und Resthölzern.

 

Bei dem von Termocon optimierten Verfahren wird das Eintragsmaterial unter Ausschluss von Sauerstoff (an-aerob) so stark erhitzt, dass nahezu alle Kohlenwasserstoffverbindungen „gecrackt“,  und damit physikalisch in ungefährliche Substanzen aufgebrochen werden. Hierbei entstehen pro Stunde aus einer Tonne belastetem Abfallholz ca. 900 kg Thermolysegas und 100 kg reiner Kohlenstoff. Weniger als 1 Prozent des Eingangsmaterials ist wirtschaftlich nicht verwertbar und wird im Kondensationsprozess ausgeschieden.

Zu keinem Zeitpunkt des Prozesses entstehen giftige Substanzen oder werden sogar in die Umwelt entlassen, da das Temperaturfenster der hermetisch dichten Anlage mit 800°C optimal gewählt ist.

 

Für die wirtschaftlich sinnvolle Anschlussnutzung der bei der stofflichen Verwertung entstehenden Produkte Thermolysegas und Kohlenstoff bieten sich zahlreiche Möglichkeiten an. So wird Termocon auf der Hannover Messe als Co-Aussteller auf dem Gemeinschaftsstand „Energie und (Elektro -) Mobilität“ des Landes Niedersachsen den Focus auf das Thema „grüner Wasserstoff aus Müll“ legen.

Hochreiner Wasserstoff befindet sich als eine von mehreren Gas-Fraktionen (neben Butan, Methan, Kohlendioxid, etc..) im Thermolysegas. Er lässt sich mit am Markt verfügbarer Technologie leicht und effizient abspalten. Termocon zeigt damit den Weg auf,  woher der Treibstoff für Brennstoffzellenantriebe und –heizungen zukünftig stammen wird: Ganz einfach aus organischem Müll, ohne Atom- oder Kohlestrom und ohne energieaufwendige Elektrolyse . Der im Prozess erzeugte kalorische Energie-Überschuss beträgt bereits heute über 1200 Prozent der insgesamt eingesetzten Leistung. Damit machen die angekündigte Präsentation weiterer Einsatzmöglichkeiten, sowie der nationale und internationale Kapazitätenausbau dieser hochgradig innovativen und nachhaltigen Technologie in jedem Falle neugierig auf weitere Nachrichten über Umweltschutz in Verbindung mit grüner Energie aus Müll made by Termocon in Schaumburg.

 

 

Termolyse Technik kurz erklärt

 

Die Thermolyse ist eine chemische Reaktion, bei der im Gegensatz zum Verdampfen oder Schmelzen ein unter Ausschluss von Sauerstoff zugeführter Stoff durch Erhitzen in andere Stoffe mit gänzlich anderen Eigenschaften aufgespalten wird.

 Hierbei spricht man von einer Feststofftrennung und nicht von einer Verbrennung, somit ist der Prozess als Co2 neutral zu betrachten.

Neben der Gasfraktion werden durch die thermochemische Behandlung der Inputmaterialien feste Fraktionen von hochreinem Kohlenstoff, geringe Mengen an Asche und flüssige Fraktionen aus Ölen und Wasser generiert.

Die durch diesen Prozess entstandenen Rohstoffe können durch weitere Prozesse in z.B. Wasserstoff und Aktivkohle umgewandelt werden.

Ebenso können mit Thermolysegas Blockheizkraftwerke zur Herstellung elektrischer und thermischer Energie betrieben werden.

Im Vergleich zur benötigten Prozessenergie Erzeugung eines sehr hohen kalorischen Energieüberschusses (Faktor 1:12)                        

Es werden keine Fossilen oder atomaren Brennstoffe zum Betrieb benötigt.

Nach der Thermolyse bleibt nur ein geringer nicht weiter zu verwertener Teil Thermolysekondensat über.